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Content-Marketing für Gastronomen - Teil 2

14. Januar 2014 von Stefan Rosenträger

 Im ersten Teil dieses Interviews hat Stefan Rosenträger erklärt, was Content-Marketing ist und warum es auch für kleine und mittelständige Unternehmen wichtig ist. Nun erfahrt ihr, wie man eine Content-Strategie entwickelt und umsetzt.

 
-      Wie können auch Kleinunternehmen eine Content-Strategie entwickeln und umsetzen?

Eine Content-Strategie zu entwickeln ist ein Prozess, der neben der Analyse auch die Interpretation der Ergebnisse und die operative Umsetzung erfordert. Das schreckt KMUs natürlich zunächst ab, wenn sie das hören. Ein schnelles und strukturiertes Content-Audit liefert aber bereits einige Antworten auf die wichtigsten Fragen - und das ohne aufwändige Investitionen, Schulungen o.ä.

Im Schema sieht ein solches Audit, das bei uns für Unternehmen jeder Größe durchgeführt wird, so aus:

  

content-audit

 

Es läuft in vier Phasen ab:

1.    Content Analysen

Die vorhandenen Content-Bestände (beliebiger Formate, aus unterschiedlichen Quellen, Online wie Offline, Aktuell wie Archiv) werden systematisch analysiert. Dabei werden thematische Schwerpunkte gebildet und geprüft, welche Botschaften über welche Themen kommuniziert werden können. Je nach Zielsetzung können wir hier bereits wesentliche Erkenntnisse über den „Marken-Fit“ der eigenen Kommunikation erkennen und anhand von Analysen des Wettbewerbsumfeldes erste Optimierungspotenziale ableiten. Aus Social Media können zusätzlich Sentiment-Analysen und Auswertungen der Zielgruppen herangezogen werden.

Eine erste Themenanalyse ist schnell erstellt und visualisiert. Ich habe für den Bereich Restaurants eine beispielhafte Analyse gemacht. Blau ist der allgemeine Durchschnitt und orange sind die thematischen „Peaks“, also Punkten, mit denen der Anbieter im Vergleich zu anderen hervorsticht:

 

 

content-themenanalyse

 

2.       Design & Konzeption

Aufbauend auf den ersten Analysen planen und bauen wir die Informationsarchitektur, um die Inhalte zu strukturieren. Die Architektur definiert den Themenmix der Kommunikation auf den einzelnen Plattformen und steuert automatisiert Schwerpunkte und Struktur der Inhalte. Gleichzeitig hilft sie bei der dynamischen Verknüpfung von Inhalten über verschiedene Kanäle und Plattformen. Die Informationsarchitektur unterstützt quasi dabei, alle losen Fäden in der Kommunikation und der Arbeit mit Content zusammenlaufen zu lassen.

 

3.       Betrieb

Hierbei binden wir die erstellten Struktur- und Content-Elemente in die Benutzeroberflächen der Portal- und Redaktionssysteme oder das CMS des Kunden ein. Er muss die Technologien also nicht benutzen, sie laufen als „Intelligenz im Hintergrund“.

 

4.       Optimierung

Die Redaktion oder jeweilige andere Fachabteilung kann aufbauend auf den ersten Analysen laufend ihre Themen und die Planung, Erstellung und Auslieferung von Inhalten nachverfolgen und mithilfe der Informationsarchitekturen im Hintergrund strukturieren, ohne dabei wieder Gefahr zu laufen, den Überblick über ihren Content zu verlieren.  

 

 

 

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Alle Fotos in diesem Artikel (c) von Stefan Rosenträger.

Über den Autor Stefan Rosenträger

Stefan Rosenträger ist Projektmanager bei der moresophy GmbH in München. Für den Technologieanbieter im Bereich semantischer Technologien und Content-Lösungen betreut Stefan Kunden und Partner und verantwortet das Produkt- sowie Social Media Marketing. Zuvor war Stefan bei der intelliAd Media GmbH Key Account Manager und beriet Kunden im Bereich Multichannel Tracking. Stefan hat an den Universitäten Augsburg und Bologna Sprachwissenschaft, Politik und E-Commerce studiert und bereits während des Studiums erste Erfahrungen in Online-Marketing und Online-Redaktion u.a. bei der Verlagsgruppe Weltbild, Klassik Radio AG und Thieme Medical Publishers in New York gesammelt. Autor Profil ansehen

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