Hundertprozentig wissen wir es natürlich nicht, sind uns aber ziemlich sicher, dass Ronaldo, Gomez, Rooney, Balotelli & Co. sich während des spielfreien Mittwochs mit Kulinarischem aus der Heimat gestärkt haben. Was in den einzelnen Länder so Typisches auf den Tisch kommt und wo man es hierzulande probieren kann, haben wir für euch zusammen gefasst:
Bei Cristiano Ronaldo in Portugal isst man vorweg gern eine Gemüsesuppe, die fast schon ein Eintopf ist und als Hauptgericht durchgehen könnte. Danach gibt es meistens Fisch. Am verbreitetesten sind Sardinen und Bacalhau, der Kabeljau. Gesalzen und getrocknet gibt es für ihn jede Menge Zubereitunsmöglichkeiten. Auch in der Münchner Lisboa Bar gibt es ihn. Jetzt zur EM könnt ihr später dann euren süßen Karamellpudding löffelnd die Spiele auf der großen Leinwand des Restaurants verfolgen.
Auch wenn Griechenland nicht unbedingt unser Wunschkandidat als Gegner im Viertelfinale ist, die Küche ist einfach köstlich. Ob Innenverteidiger Papadopoulos wohl genauso gern wie wir Dolmades, die mit Reis gefüllten Weinblätter, mag? Doch die griechische Küche so ganz ohne Fleisch? Nicht vorstellbar. Im Stuttgarter Dionysos wählt man daher am besten zwischen einem der Lammgerichte vom Grill. Zum Abschluss servierem Restaurantinhaber Konstantions Alexandri und seine Frau euch noch cremigen Joghurt mit Walnüssen und Honig.
Begeben wir uns von Griechenland ein wenig weiter westlich, landen wir, wie einst Stürmer Balotelli, in Italien, dem Land der Pasta. In der Trattoria da Franco solltet ihr daher unbedingt die selbstgemachten Tagliatelle an Auberginen und Ricotta probieren. Was das Restaurant sonst noch für Köstlichkeiten bereithält, erfahrt ihr am besten vor Ort. Die sympathischen Kellner empfehlen das passende Tagesgericht für jeden Geschmack.
Wie schön ist die Vorstellung, dass der spanische Torwart Casillas das Herz von Sportmoderatorin Sara Carbonero bei einer bunten Paella-Pfanne erobert hat. Bei durschnittlichen Temperaturen von ca. 25 Grad erfrischen sich die Spanier mit Gazpacho, einer kalten, leicht scharfen Suppe mit rohem Gemüse und Tapas. Beim Postre, dem Nachtisch, halten sie es mit Milchreis und Crema Catalana einfach und lecker. Hierzulande bietet das Bolero in Hamburg gleich an mehreren Standorten die bunte mexikanische Küche an.

So gefürchtet wie Rooney für seine starken Torschüsse ist, ist es für so einige auch die englische Küche. Dass diese eher deftig ist, stellt man schon beim berühmten English Breakfast fest. Die Mittagspause wird dann mit einer Tüte Fish & Chips verbracht, zu denen man für einen kräftigeren Geschmack noch ein wenig Essig beigeben kann. Die Nachspeise Trifle ist eine mächtige Wonne: Biskuitboden, Sherry, Dosenobst, Wackel- und Vanillepudding werden nach und nach in einer Schüssel geschichtet. On the top kommt noch eine ordentliche Portion Schlagsahne - eine Kalorienbombe erster Klasse. Probiert doch alternativ einmal den Apple-Strawberry Crumble im Leipziger Killiwilli.
Noch deftiger wird das Essen in Tschechien, der Heimat von Torwart Čech. Auch hier isst man vorweg gerne eine gut gewürzte Suppe, zum Beispiel Tomate. Anschließend kommt eine mit Spinat und Käse gefüllte Hühnerbrust auf den Tisch, wie ihr sie auch im Hamburger Kuchnia bekommen könnt. Abschließend könnt ihr euch den Erdbeersalat mit weißem Schokoladeneis auf der Zunge zergehen lassen.
Im Ausland sind wir Deutschen für unsere gute Hausmannskost bekannt, die auch der in Baden-Würtemberg geborene Stürmer Gomez zu schätzen weiß. Im Restaurant Die Bank - Brasserie und Bar werden knusprige Wiener Schnitzel ganz klassisch mit Bratkartoffeln und Gurkensalat serviert. Als Nachspeise empfehlen wir die Erdbeertörtchen und die Windbeutel.
Wer einmal wie Ribéry in Frankreich speisen möchte, sollte das Buffet im Le Cassoulet im Le Méridien Stuttgart nicht verpassen. Jeden Freitag gibt es hier von Salade Niçoise über Bouillabaisse und fein marinierten Steaks hin zur Crème Brûlée einfach alles, was die französische Küche zu bieten hat.
Bild: Tapas von Jessica Spangler (via flickr.com)