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Gestreifte Pasta mit Spinat-Zitronen-Pesto

27. März 2014 von Nina


Habt Ihr Euch auch so nach Frühling gesehnt? Letzte Woche war endlich Frühlingsanfang und auch wenn das Wetter nicht mehr ganz so schön ist wie noch vor zwei Wochen, konnten wir doch schon eine ordentliche Portion Sonne tanken! Das macht sich bei mir sofort in der Laune bemerkbar :) Und nachdem es nun auch im Garten und den Blumenbeeten immer bunter wird, habe ich Lust auf farbenfrohes Kochen! Zur zweifarbigen Pasta gibt es ein Pesto in knalligem Grün – aus frischem Spinat, der nun wieder Saison hat, in Kombination mit sonnigen Zitronen. 


Das Rezept ergibt drei Portionen.

250 g Hartweizengrieß auf die Arbeitsfläche geben. Eine große Mulde in der Mitte formen. Dorthinein ¼ TL Salz, 3 ½ TL Olivenöl und 100 ml Wasser geben.


Mit einer Gabel immer mehr Grieß vom Rand in die Flüssigkeit einarbeiten, bis der Teig sich ohne zu kleben mit den Händen kneten lässt. Nun mit den Händen weiterarbeiten und den Teig ca. zehn Minuten kräftig kneten. Anfangs ist er noch krümelig, aber das ändert sich,  bis man zuletzt einen gleichmäßigen Teig erhält.

Den Teig halbieren. Die eine Hälfte in Frischhaltefolie einpacken.

In die zweite Hälfte 10 g Rote-Bete-Pulver und 1 bis 2 TL Olivenöl einkneten. So lange kneten, bis der Teig gleichmäßig rot gefärbt ist. Ihn denn ebenfalls in Frischhaltefolie einpacken und bei Zimmertemperatur ruhen lassen.



Da sich die rote Farbe später während des Kochens noch etwas auslösen wird, färbe ich den Teig richtig kräftig ein.


Währenddessen das Pesto zubereiten:



Dafür 100 g frische Blattspinat waschen und trocken schütteln. Die Stiele und ggf. dickere Strunkteile abschneiden.

40 g gehackte Mandeln in einer Pfanne ohne fett anrösten, auf einen Teller geben und abkühlen lassen. 

25 g Parmesan reiben.

Eine Bio-Zitrone halbieren. Die Schale der halben Zitrone fein abreiben sowie deren Saft auspressen.

1 Knoblauchzehe fein würfeln.

Alle Zutaten zusammen mit 90 ml Olivenöl in ein hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab gründlich pürieren. Das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Weiter geht es mit der Pasta:


Die Nudelteige portionsweise (z. B. jeweils die Hälfte jeder Teigfarbe – den restlichen Teig währenddessen wieder in Folie einschlagen) auf größter Stufe mehrmals durch die Nudelmaschine drehen, dazwischen immer wieder falten und erneut durchdrehen. Die Teige (immernoch auf dickster Stufe) zu etwa gleich großen Platten ausrollen. Die Platten im farbigen Wechsel aufeinander legen. Falls Ihr die Teigplatten während des Ausrollens gemehlt habt, solltet Ihr sie nun ganz leicht anfeuchten, damit sich die Schichten gut verbinden. Ohne Mehl halten die Platten auch so recht gut zusammen. Ich bin auf zehn Schichten – also fünf in hell und fünf in pink – gekommen. Die Platten etwas andrücken und sichergehen, dass sie gut aneinander halten.


Nun den so entstandenen Block in etwa 2 cm breite Stücke schneiden. Diese Stücke flach auf die Arbeitsfläche legen, mit etwas Wasser befeuchten und so zusammenkleben. Die Stücke gut andrücken und für etwa zehn Minuten nochmals in Folie einschlagen, damit sich alle Teile gut verbinden können und zusammenhalten.


Den Teig nun vorerst mit dem Nudelholz längs gleichmäßig flachrollen.



Ich habe ihn nun – ebefalls längs – in drei gleich breite Streifen geschnitten. Diese Streifen werden nun wieder durch die Nudelmaschine gedreht. Dabei auf der dickesten Stufe beginnen und immer dünner werden. Ich habe bis zur Stufe 5 von 7 ausgerollt. Zuletzt wird der Nudelteig durch den Bandnudelaufsatz gedreht. Die Bandnudeln auf einem Küchenhandtuch ablegen, bis alle Nudeln fertig sind.

Ich habe mich für dünne Bandnudeln entschieden. Zwar sieht man die Streifenmuster bei breiten Nudeln natürlich besser, aber ich mag die dünnen einfach lieber ;) Ihr könnt natürlich auch andere Formen schneiden – sehr hübsch sehen z. B. Farfalle aus. Bevor Ihr den Teig durch den Bandnudel-Aufsatz dreht, solltet ihr die Oberfläche nochmals leicht mehlen, um zu verhindern, dass die Nudeln zusammenkleben, wenn sie auf dem Küchenhandtuch aufeinander liegen. 

Nun einen Topf mit Salzwasser zum kochen bringen, die Nudeln hineingeben und garen. Eine genaue Garzeit kann ich Euch leider nicht sagen, aber frische Pasta ist ruck-zuck fertig. Lasst die Nudeln also nicht zu lange im Wasser.

Die Nudeln abschütten und sofort zusammen mit dem Pesto servieren.


Da die fertig gekochten Nudeln leichter zusammenklegen als das bei gekaufter Pasta der Fall ist, solltet ihr sie tatsächlich sofort servieren, oder – falls Ihr statt des Pestos eine Sauce dazu machen möchtet – sie sofort in die Sauce geben und damit vermengen.

Ich habe übrigens gleich die doppelte Menge Pesto gemacht, denn es hält sich einige Tage im Kühlschrank. Dafür gebt ihr das fertige Pesto in ein Schraub- oder Weckglas und gebt noch etwas Olivenöl oben auf, so dass das Pesto damit bedeckt ist. Wichtig ist, dass Ihr die Oberfläche immer mit Olivenöl bedeckt und ggf. auch wieder auffüllt, wenn Ihr Pesto entnommen habt.


Anstatt mit Rote-Bete-Pulver könnt Ihr die Pasta auch mit anderem Gemüsepulver (z. B. Spinatpulver oder Tomatenpulver), mit gemahlenem Safran, mit Cumin etc. einfärben. Gemüsepulver könnt Ihr auch selbst herstellen. Eine Anleitung für Rote-Bete-Pulver findet Ihr hier auf meinem Blog, ebenso wie eine Anleitung für Möhrenpulver hier. Wie Ihr seht, könnt Ihr auch einfach gefriergetrocknete Kräuter mit einem Mixer zu Pulver verarbeiten. Genauso funktioniert es natürlich auch mit gefriergetrocknetem Obst, z. B. mit Himbeeren (so wie hier: Klick). 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:

Für die Nudeln:
250 g Hartweizengrieß
¼ TL Salz
100 ml Wasser
3 ½ TL + 1-2 weitere TL Olivenöl
10 g Rote-Bete-Pulver



Für das Pesto: 
100 g frischer Blattspinat
40 g gehackte Mandeln
25 g Parmesan
½ Bio-Zitrone
 Knoblauchzehe
90 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

 

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Alle Fotos in diesem Artikel (c) von Nina 

Über den Autor Nina

Nina lebt in der Nähe von Aschaffenburg, ist verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. Neben ihrer Familie ist Backen ihre große Leidenschaft. Insbesondere Cupcakes haben es ihr angetan, aber auch Kuchen, Torten oder Herzhaftes kommen regelmäßig aus ihrem Ofen. Gekocht wird bei ihr natürlich auch – gerne kreativ und in ungewöhnlichen Kombinationen. Seit 2010 veröffentlicht Nina ihre Rezepte auf „Ninas kleinem Food-Blog“.
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Kommentare (2) -

 

Wird Zeit, dass bei uns mal wieder jemand die Nudelmaschine andreht. Die sehen super aus.

28.03.2014 07:02:25 #
| Schnick Schnack Schnuck
 

wow, die nudeln sehen klasse aus nina

08.04.2014 15:05:19 #
| marika

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