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Die besten Italiener in München

14. Januar 2016 von Chris Kurbjuhn

München ist die nördlichste Stadt Italiens, lautet eine bekannte gastronomische Weisheit. Denn in der bayerischen Landeshauptstadt kann  man seit Jahrzehnten ausgezeichnet italienisch essen und das von rustikal bis gehoben, von preiswert bis kostenintensiv. Wir haben Euch heute eine Bestenliste zusammengestellt.

La Vecchia Masseria Jetzt reservieren

Wer das Vecchia Masseria zum ersten Mal betritt, denkt, dass er in einem italienischen Bauernhof gelandet ist. "Rustikal" ist das Stichwort für diesen meist sehr gut besuchten Italiener. Urig-Authentisch ist nicht nur das geschmackvoll gestaltete Ambiente, sondern auch die originell bepreiste Speisekarte, auf der es Pasta für 8,89 Euro gibt.

Hier wird deftiges aus Italien serviert, von Spaghetti Carbonara bis zum Cotoletta Milanese. Und weil das Essen stimmt, stimmt auch die Stimmung in diesem Laden: Vielleicht nichts für ein ruhiges Dinner zu zweit, aber umso mehr für einen fröhlichen Abend im Freundeskreis.

 

La Locanda Jetzt reservieren


Seit circa 30 Jahren hält das etwas abseits in Giesing gelegene "La Locanda" einen Spitzenplatz unter Münchens Italienern. Hier wird wertkonservativ die klassische italienische Speisen-Klaviatur bespielt, von Spaghetti mit Knoblauch und Öl bis zur Kalbsleber venezianischer Art.

Das schmeckt dem etwas konservativen Stammpublikum hervorragend, zu dem auch die Trainer des FC Bayern München gehörten und gehören. Insbesondere Giovanni Trappatoni hat hier während seiner München-Zeit so gern gegessen, dass nach ihm eine Nudelkreation (Rigatoni mit Curry-Gemüse und Scampi) benannt wurde. Die Preise schwanken zwischen moderat und gehoben, der Service ist hochprofessionell.

Ciao Francesco Jetzt reservieren


Mitten im Luitpoldpark liegt der Italiener "Ciao Francesco" und das ist gut so. Für die hier servierte Pizza aus dem 300 Grad heißen Steinofen kann man sich vor dem Essen wunderbar bei einem ausgedehnten Spaziergang Appetit holen. Karierte Tischdecken und Kerzen in mit Bast umflochtenen Chianti-Flaschen sorgen für nostalgische Italien-Atmosphäre. Und von den beliebten Pasta-Klassikern der italienischen Küche fehlt keiner.

Besonders Familien mit Kindern kehren gern in die im Bamberger Haus gelegene Pizzeria ein: Nicht nur wegen der fairen Preisgestaltung, sondern weil man sich um die kleinen Gäste hier besonders rührend kümmert.

Viva Maria! Jetzt reservieren


So stellt man sich eine typische italienische Trattoria vor: Tische und Bänke aus Holz sowie warme Farben dominieren den Raum. Das ist nicht unbedingt mediterran, aber gemütlich. Und italienisch wird’s im "Viva Maria!" spätestens, wenn man mit "Buona Sera!" begrüßt wird und die italienisch beschriftete Schiefertafel mit den Tagesspezialitäten an den Tisch gebracht wird.

Das Angebot im Viva-Maria-Restaurant ist übersichtlich: hier wird frisch eingekauft und gekocht. Bei Antipasti, Pasta und Pizza dominieren die "üblichen Verdächtigen", Fisch und Fleisch werden meist gegrillt angeboten. Unser Tipp: Unbedingt Platz für eins der hausgemachten Desserts lassen!

Arte in Tavola Jetzt reservieren

Nicht nur der berühmte, preiswerte Mittagstisch lockt ein italophiles Publikum zahlreich in die Maxvorstadt, wo der Münchner Italiener „Arte in Tavola“ zu Hause ist. Nein, des Abends kommen die Feinschmecker, die Feierfreudigen und die Weinbeißer.

Das Arte in Tavola verfügt über eine der besten italienischen Weinkarten in München, und so ist es kein Zufall, dass Freunde italienischer Weine auch nach dem Essen noch auf ein oder zwei Fläschchen sitzen bleiben. Viele Stammgäste kommen regelmäßig, um alles, was auf der monatlich wechselnden Empfehlungskarte angeboten wird, zu probieren, deshalb ist eine Reservierung dringend angeraten.

Nuovo Mediterraneo Jetzt reservieren

Auch ins italienische Restaurant Nuovo Mediterraneo sollte man nicht gehen, ohne vorher einen Tisch reserviert zu haben: Gerade mal zwanzig Gäste haben in diesem winzigen Ristorante aus unserer Favoritenliste Platz. Und diese wenigen Plätze sind fast immer ausgebucht. Warum das so ist, merkt man spätestens, wenn man das frisch gebackene Brot, in das auf den Tischen stehende Olivenöl stippt.
Das Öl baut der Vater der Wirte selbst in Apulien an. Und das schmeckt man Tropfen für Tropfen. Pizza von bester Qualität, fantasievolle Antipasti (zum Beispiel gebratene Kalbsleberstreifen auf Berglinsen!) und ausgewählte Weine – so sieht echtes Dolce Vita aus. Und gesund ist es auch noch, denn viele Zutaten stammen aus biologischem Anbau.

 

Seerose


Hinter dem Namen "Seerose" würde man nicht unbedingt einen Ausnahme-Italiener vermuten. In der Schwabinger Feilitzschstraße findet man ihn aber. Auf der Website wird charmant tiefgestapelt, da ist von Hausmannskost und Mamma-Küche die Rede. Mammas, die mal eben so Oktopus mit Kräuter-Polenta-Panade, weiße Bohnen-Creme und Zitronenöl auf den Tisch zaubern, dürften aber auch in bella Italia rar sein. In dem italienischen Restaurant in München wird die bodenständige Küche raffiniert verfeinert. Was der legeren, angenehmen Atmosphäre keinen Abbruch tut.

Restaurant Ella Jetzt reservieren

"Das Auge isst mit!", so ein beliebtes küchenklassisches Sprichwort. Und wenn man seinem Auge mal was richtig Gutes tun will, führt man es ins Restaurant Ella im Lenbachhaus. Hier kann sich der Gast am modern-stilvollen Interior und der schlichtweg sensationellen Aussicht auf den Königsplatz satt sehen. Der Gaumen darf sich derweil an den fantasievoll verfeinerten Italo-Spezialitäten delektieren.

Besonders abends legt sich das italienische Restaurant in München mächtig ins Zeug: Crespelle mit Stockfisch und Spinat oder einen gefüllten Baby-Steinbutt für zwei sieht man nicht alle Tage auf einer Karte. Insbesondere tagsüber (man kann hier auch sehr gut frühstücken) kann es im Ella eng werden, mit einer Reservierung ist man deshalb auf der sicheren Aussichtsseite.

"Der Katzlmacher" Jetzt reservieren

"Vergiss die Liebe nicht" steht auf der Website des Katzlmachers. Und das bezieht sich nicht nur auf die Möglichkeit, hier ein gelungenes romantisches Dinner einzunehmen. Es geht dem Katzlmacher auch um die Liebe zu guten, frischen Produkten und zu kompromissloser Küchenqualität. Seit über dreißig Jahren werden in diesem um die Ecke vom Hofbräuhaus gelegenen Lokal (2006 ist der Katzlmacher von Schwabing hierher gezogen) Klassiker der italiensichen Küche auf höchstem Niveau kulinarisch weitergedacht:

Schwertfisch-Carpaccio mit Orangen und Fenchel oder die Perlhuhnbrust mit Radiccio locken nicht nur Verliebte, sondern auch die Feinschmecker an, die wissen, dass derartiges Niveau einen gewissen Preis hat. Wer bereit ist, den zu zahlen, wird im "Katzlmacher" satt und sehr, sehr glücklich.

Cupido

Das Cupido im Lehel war mal ein echter Geheimtipp, nicht nur für verliebte Paare, die am Valentinstag einen romantischen Abend verbringen möchten, sondern für alle Freunde der italienischen Küche. Doch von "geheim" kann keine Rede mehr sein, mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass hier auf außergewöhnlichem Niveau gekocht wird. Besonders Vorspeisen wie Avocado-Torte mit Oktopussalat oder Pasta-Gerichte wie die hausgemachten Ziegenkäse-Tortelloni mit Brunello-Soße und Scamorza überzeugen den Feinschmecker. Dass hier auch außergewöhnliche Weine offen zu haben sind, ist das Tüpfelchen auf dem "i".

Natürlich gibt es auch viele andere wunderbare Italiener in München, zum Beispiel das Oh Julia in der Nähe vom Marienplatz. In welche italienische Restaurants kehrt Ihr in der bayerischen Landeshauptstadt am liebsten ein?

Über den Autor Kurbjuhn

Chris Kurbjuhn lebt und schreibt in Berlin. Neben Drehbüchern, Theaterstücken und Musicals schreibt und betreut er mehrere Blogs, u. a. Männer unter sich – Die Kunst, ein Kerl zu sein Seine kulinarischen Erlebnisse schildert der engagierte Hobbykoch, der schon einmal unter Wolfram Siebecks Augen einen Strudelteig ausgezogen hat, auf Mit 55 Jahren um die Welt . Ideologien schätzt Kurbjuhn weder im Leben noch auf dem Teller. „Probiert wird alles!“, ist das Motto des bekennenden Innereien-Fans, und meistens wird er angenehm überrascht. Wofür sicherlich auch die Küchenvielfalt der Berliner Gastronomie verantwortlich ist. Chris Kurbjuhn
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