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Top 10 Steakhäuser Berlin

07. Oktober 2015 von Chris Kurbjuhn

Unsere Hauptstadt hat Fleisch-Fans einiges zu bieten! Ob Gourmet-Restaurants oder das Steakhaus um die Ecke - an der Spree wird gerne gegrillt. Ich habe mich für die Protein-Freunde unter Euch auf Entdeckungstour begeben: Hier sind meine Top 10 Steakhäuser in Berlin.

Beef GrillClub by Hasir

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Der Beef GrillClub by Hasir ist der Newcomer unter den Luxus-Steakgrillern Berlins. Mit gleich drei Filialen (Adenauer Platz, Leipziger Platz, Potsdamer Platz) hat das Hasir-Imperium einen gewaltig großen Hut in den Ring geworfen. Grillen können Sie, das haben die Betreiber in ihren türkischen Restaurants täglich unter Beweis gestellt.

In den neu eröffneten, edel gestylten Beef GrillClubs reifen die Steaks in „Dry Age“-Schränken heran, bevor sie auf die Grills gelegt werden. Kenner halten sich an die Mastercuts, die man bei normalem Appetit und Fassungsvermögen nur zu mehreren Personen bewältigen kann.

The Brooklyn

Von außen sieht das The Brooklyn wie eine Kulisse aus der ollen „Mike Hammer“-Serie mit Stacy Keach aus - und von innen ebenfalls. Hier hat man Brooklyn nachgebaut. Für den eigenen Anspruch als „Luxus-Restaurant“ ist das Ambiente vielleicht einen Tick zu rustikal, aber das, was auf den Teller kommt, passt: Luxusklasse pur. Bei den Steaks kann man sich das Heimatland des jeweiligen Black Angus aussuchen, sofern man Argentinien, USA oder Australien auf dem Radar hat. Die Preise der extrem puristischen Karte entsprechen dem Gourmet-Anspruch, die Qualität ebenfalls.

Midtown Grill

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Der Midtown Grill will seine Besucher nach New York teleportieren, und das klappt erstaunlich gut. In Manhattan sehen die modernen Läden mit Show-Küche tatsächlich so ähnlich aus und nach zwei (ausgezeichneten) Martini-Cocktails kann man das Belsheim Center am Potsdamer Platz schon mal mit dem Rockefeller Centre verwechseln. Der Steakfreund kommt jedoch nicht wegen der Kulisse, sondern wegen den Fleischlappen vom Creekstone Farms Finest Premium Kansas Black Angus Rind. Insbesondere das Rib Eye am Knochen (ab 500g) ist der Hammer!

Filetstück

Zwei Filetstücke (ja das Restaurant heißt "Filetstück") gibt es in Berlin - eins in der Schönhauser Allee, eins in der Uhlandstraße. Dry Aged Beefs vom Feinsten bekommt Ihr in beiden Filialen: Filet und Entrecote stammen vom irischen, pommerschen und freesischen Rind.

In der Filiale in der Uhlandstraße kann man, anstatt "nur" ein Steak zu bestellen, auch noch von einer Menü-Karte wählen und sich ein Feinschmecker-Menü mit vier bis sieben Gängen zusammenstellen. Dieses muss den Vergleich mit den absoluten Top-Adressen Berlins nicht scheuen.

Grill Royal

Der Grill Royal ist der FC Bayern München unter den Berliner Steak-Restaurants. Fans lieben das Steakhouse, die anderen lehnen einen Besuch ab – erwähnen es aber gelegentlich mit dem Ausdruck trotzigen Respekts. Denn das, was hier vom Grill auf die Teller wandert, ist allerbeste Qualität und hochprofessionell zubereitet.

Geheimtipp unter den Berliner Freunden des tierischen Proteins: Bio-Entrecote von der "Temmener Queen" aus der Schorfheide und das Tomahawk vom kanadischen Black Angus Rind. Das Preisniveau schwangt zwischen angemessen und überrissen. Der Gast bekommt im Grill Royal ein Paket aus schmackhaften Steaks, dick aufgetragener Attitüde und auf die Pauke hauendem Berliner Publikum.

Amarillo Grill

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Der Amarillo Grill liegt nicht unbedingt in fußläufiger Entfernung zur Mitte Berlins, aber wenn der Steak-Freund erst mal Platz genommen hat, merkt er, dass der Weg nach Köpenick sich gelohnt hat. Bereits die Steak-Karte spricht den Kenner an und erläutert die Protein-Philosophie des Hauses.

Das Fleisch stammt in dem Berliner Restaurant vom Simmentaler Rind (dry aged) oder vom Black Angus (wet aged) in den  üblichen Zuschnitten. Neben Steaks stehen auf der Amarillo-Grill-Speisekarte auch andere Fleisch- und Fischspezialitäten vom Grill. Ein schönes Extra ist die Nähe zum Köpenicker See.

Wilson's Prime Rib

Genau genommen ist das Wilson's gar kein echtes Steakhaus, denn hier setzt man ganz auf hauseigene Spezialitäten wie die Prime Rib. Das ist ein nach verschiedenen Gewichtsklassen aus der Hochrippe des Rindes geschnittenes Stück Fleisch, das erst stundenlang bei Niedrigtemperatur mit diversen Aromaten gegart wird. Dann schließlich wird die Prime Rib im superheißen Ofen gekrustet.

Nunja, wer kein Purist ist, bezeichnet die Leckerei als rückwärts gebratenes Steak. Eine gute Wahl für Menschen, die ihr Fleisch medium rare bevorzugen. Filetsteak und Rib Eye gibt‘s im Wilson's zwar auch, doch wer hier nicht die beschriebene Hausspezialität ordert, verpasst etwas.

Kempinski Grill

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Wer wissen möchte, wie genau damals im alten West-Berlin das beste Steak der Stadt geschmeckt hat, der muss in den Kempinski Grill im Bristol gehen. Der Kempinski Grill war damals eins der kulinarischen Flaggschiffe Berlins und trug eine Zeit lang sogar einen Michelin-Stern.

Das Restaurant war und ist trotz seines Namens eher ein gediegenes Feinschmecker-Lokal als ein Berliner Grill-Restaurant. Trotzdem bekommt  man dort eins der besten Rinderfilet-Steaks der Stadt. Ist es nicht schön, dass ein paar Dinge sich nie ändern?

Asador

Ein gutes Steak kann, nein, muss auch Bestandteil des alltäglichen Essens sein. Etwa wenn man sich nach einem langen, harten Arbeitstag mit einem Rib Eye Steak belohnen möchte oder nach dem Sport mit Kameraden noch ein Rumpsteak essen will. Dann muss es nicht immer ein Restaurant der Luxus-Klasse sein, sondern vielleicht lieber das sympathische Steakhaus "um die Ecke".

Ein solches Restaurant ist das Asador, das keine Abstriche an der Qualität macht. Das Lokal ist an der Grenze zwischen Berlin-Kreuzberg und Mitte gelegen. Fleisch, Wein sowie Ambiente sind argentinisch, der Service freundlich bis herzlich und Grillen können die Betreiber wirklich. Wer sein Steak entspannt im rustikalen Rahmen genießen möchte, ist hier richtig.

Le Faubourg

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Der Business-Lunch im Le Faubourg, dem Restaurant des Sofitels, ist schon lange ein Geheimtipp für Mittagesser, die in der City (West) zu tun haben. Obwohl man hinter dem Namen eher eine Brasserie vermutet ist das Le Faubourg ein ausgewachsenes Feinschmecker-Lokal spätestens seit Felix Mielke in der Küche das Sagen hat. Denn weitgereiste Steak-Kenner wissen: kein Mehr-Sterne-Hotel ohne Mehr-Sterne-Fleisch. Auch hier bekommt man ein perfektes, nach Wunsch gegrilltes Steak in höchster Qualität auf den Teller.



Foto 1: (c) Beef GrillClub by Hasir
Foto 2: (c) The Brooklyn
Foto 3: Midtown Grill
(c) Matthias Hamel
Foto 4: (c) Filetstück
Foto 5: Grill Royal
(c) Stefan Korte
Foto 6: (c) Amarillo Grill
Foto 7: (c) Wilson's Prime Rib
Foto 8: (c) Kempinski Grill
Foto 9: (c) Asador
Foto 10: (c)
Le Faubourg

Über den Autor Kurbjuhn

Chris Kurbjuhn lebt und schreibt in Berlin. Neben Drehbüchern, Theaterstücken und Musicals schreibt und betreut er mehrere Blogs, u. a. Männer unter sich – Die Kunst, ein Kerl zu sein Seine kulinarischen Erlebnisse schildert der engagierte Hobbykoch, der schon einmal unter Wolfram Siebecks Augen einen Strudelteig ausgezogen hat, auf Mit 55 Jahren um die Welt . Ideologien schätzt Kurbjuhn weder im Leben noch auf dem Teller. „Probiert wird alles!“, ist das Motto des bekennenden Innereien-Fans, und meistens wird er angenehm überrascht. Wofür sicherlich auch die Küchenvielfalt der Berliner Gastronomie verantwortlich ist. Chris Kurbjuhn
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