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Kreative Küche mit hanseatischem Charme: Das weisse Haus in Hamburg

25. Februar 2016 von Bookatable

Das weisse Haus besticht durch seine malerische Lage direkt an der Elbe in Hamburg. Inhaber und Betreiber Patrick Voeltz überzeugt seine Gäste mit einer euro-asiatischen Küche, hanseatischem Charme und einem frischen eleganten Interieur. Wir haben den Spitzengastronom persönlich getroffen und Ihm ein paar Fragen gestellt:

 

Wie bist Du auf die Idee gekommen, Koch zu werden?

Der Auslöser war ein Schulpraktikum im Ratsweinkeller, das ich in meiner Jugend absolvierte. Danach hatte ich mir so viele Koch-Fähigkeiten angeeignet, dass ich gleich die ersten Ladies bekochen konnte.  Natürlich ein riesiger Vorteil in jungen Jahren (lacht).

Was inspiriert Dich, wenn Du ein Menü konzipierst?

Das sind ganz viele Eindrücke, die ich da auf mich einwirken lasse: In erster Linie ist es die Natur, aber auch Märkte, Kochbücher und andere Restaurants.  Ich gehe selbst auch gerne und oft auswärts essen. Die Ideen und Einfälle kommen dann meist nachträglich in der Nacht.

Und wie würdest Du Deinen Koch-Stil / Deine Gerichte beschreiben?

Mein Kochstil ist euro-asiatisch mit ganz starken deutsch-italienisch-französischen Akzenten. Ich koche sehr klassisch, sodass ein Mix aus den verschiedenen Kultur-Kreisen entsteht. Ich würde das Ganze als Fusionsküche bezeichnen.

Gibt es einen Topseller, den Dir Gäste im Weissen Haus aus den Händen reißen?

Das gegrillte Sashimi an Miso-Nussbutter ist auf jeden Fall ein Publikums-Liebling. Das hat sich hier in kürzester Zeit zu einem Klassiker entwickelt. Und was natürlich immer eine Granate ist: unser Schokolanden-Malheur.

Welches Gericht würdest Du privat kochen, um eine Frau zu beeindrucken?

Ich würde sagen, dass kommt auf die Frau drauf an (lacht). Man sagt ja immer, dass Liebe durch den Magen geht. Ich würde etwas leichtes kochen: Gebratene Garnelen in Yakitori-Soße auf einer Mango-Avocado-Salsa. Zum Abschluss ein schönes Schokoladen-Malheur mit marinierten Erdbeeren und Vanillesoße.

Abgesehen von Standards wie Öl, Salz und Knoblauch: Welche drei Zutaten dürfen in Deiner Küche nicht fehlen?

Frische Kräuter wie Basilikum, Koriander oder Majoran sind für mich kriegsentscheidend. Zitronen und Limonen – ganz wichtig! Und Zitronengras und Ingwer. Da haben wir jetzt sogar schon ein paar mehr.

Woran erkennt man ein gutes Restaurant? 

Kleine Speisekarte, zuvorkommender Service, Sauberkeit im Eingangsbereich. Und der Ruf eilt dem Restaurant ja meist voraus.

Welche drei Dinge sollten Gäste nie tun?

Also bei mir ist der Gast König, deswegen werde ich keinem Gast in meinem Haus Vorschriften machen. Was ich nicht so schön finde: wenn vor dem Essen direkt gesalzen oder gepfeffert wird, ohne dass der Gast probiert hat.

Welchen Küchenchef ( lebend ) bewunderst du am meisten und warum?

Oh, da gibt es diverse. Da würde ich mich ungern festlegen. Zuerst würde ich Tim Mälzer nennen mit dem ich ja auch schon in Vergangenheit gekocht habe. Außerdem natürlich Anna Sgroi und Thorsten Gillert. Selbstverständlich bin ich auch ein großer Fan von Paul Bocuse und Eckhart Witzigmann. Wie gesagt, es fällt mir schwer mich hier festzulegen.

Welche Fehler in der Küche entschuldigst du am ehesten?

Gar keine (grinst).

Was glaubst Du, welcher Küchentrend sich 2016 durchsetzt?

Ich bin ziemlich sicher, dass das Thema Bio an Bedeutung weiter gewinnen wird. Außerdem Essensrichtungen wie vegan oder vegetarisch immer interessanter.


Vielen Dank für das Interview!

Fotos: Das weisse Haus, Hamburg

Über den Autor bookatable_de

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