Bookatable folgen

Winterliche Vitaminbomben: Gesund, fettarm & lecker

29. Januar 2016 von Nina

Wer saisonal kocht, braucht auch im Winter keine Angst vor zu wenig Vitaminen haben. Denn auch jetzt gibt es eine Reihe toller Sorten Wintergemüse, die den Speiseplan lecker, gesund und abwechslungsreich machen! Drei dieser winterlichen Gemüsesorten möchte ich Euch heute näher vorstellen. Schlankmacher sind die drei Kandidaten übrigens auch noch.

Topinambur

Die Topinamburknolle, die Wurzelknolle der zur Familie der Korbblütler zählenden Topinamburpflanze, ist ein wahres Multitalent! Viele kennen vielleicht den aus der Knolle gewonnenen Branntwein, zu dem 90 Prozent der in Deutschland angebauten Pflanzen verarbeitet werden. Topinambur wird aber auch als Futterpflanze für Haus- und Wildtiere und als Energiepflanze genutzt.

Für alle die beim Kochen gerne Neues ausprobieren, ist die nussig-süßlich schmeckende Knolle außerdem in der Küche vielseitig einsetzbar: Sie kann roh gegessen werden, zum Beispiel im Salat, gekocht oder gedünstet als Gemüse. Auch frittiert als Chips, püriert als Suppe und zu Gnocchi habe ich sie schon verarbeitet (lecker mit dunkler Biersoße!). Dabei müsst Ihr Topinambur nicht zwingend schälen, sondern könnt die Knolle – gut gereinigt – auch mit ihrer dünnen Schale essen.

Ursprünglich stammt die Topinamburpflanze aus Nord- und Mittelamerika, wird zwischenzeitlich aber in fast allen Erdteilen angebaut. Die Knollen sind frostunempfindlich und werden von Oktober bis April geerntet.

Die Topinamburknolle bringt es bei 100 Gramm auf 73 Kilokalorien, wobei ihr Anteil an Kohlehydraten zu einem Großteil aus Inulin besteht. Dies wird im Magen zu Fruchtzucker aufgespalten, der für Diabetiker gut verträglich ist und die Knolle daher für sie sehr attraktiv macht. Grundsätzlich senkt eine inulinreiche Ernährung übrigens die Blutfettwerte!

Außerdem enthalten Topinamburknollen unter anderem Eisen (nötig für die Sauerstoffversorgung im Körper), Kalium (reguliert den Wasserhaushalt), Kalzium (wichtig für Knochen und Zähne) und Phosphor (sorgt ebenfalls für die Festigkeit der Knochen). 

Die Knollen werden am besten im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt und sind so zumindest wenige Wochen lagerfähig. Angeschnitten verfärbt sich das Fruchtfleisch schnell braun, sodass man es mit etwas Zitronensaft beträufeln sollte.

Wirsing

Der Wirsing ist eine Art des Kohls und verwandt mit Weiß- und Rotkohl. Im Gegensatz zu diesen hat der Wirsing jedoch krause, gewellte Blätter, die nicht so eng aneinander liegen. Ursprünglich stammt der Wirsing aus dem Mittelmeerraum, wird aber schon seit mehreren Jahrhunderten in Deutschland angebaut. Man unterscheidet bei dem Gemüse zwischen frühen Sorten, die im Frühling und Sommer geerntet, und späten Sorten, die für Herbst und Winter angebaut werden. Denn da Wirsing im Vergleich zu anderen Kohlarten weniger empfindlich auf Frost reagiert, kann er bis in den Winter auf dem Feld  bleiben. Der sogenannte Winterwirsing schmeckt im Gegensatz zu den frühen Sorten kräftiger.

Wie wird Wirsing am besten verzehrt? Er kann sowohl roh, als auch gegart gegessen werden. Ihr könnt den Kohl zum Beispiel fein geschnitten als Salat zubereiten, ihn gegart mit Sahne als Rahmwirsing als Beilage reichen, ihn in Eintöpfen verarbeiten oder seine Blätter für Kohlrouladen verwenden. Wer Probleme mit blähenden Gemüsesorten hat, sollte bei der Zubereitung etwas Kümmel oder Anis zugeben.

In Wirsing steckt jede Menge Vitamin C: Schon 100 Gramm roher Wirsing decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen! Außerdem enthält Wirsing viel Folsäure (wichtig für die Zellneubildung) und Ballaststoffe. Dabei hat der Wirsing nicht einmal 30 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Winterwirsing ist kühl gelagert etwa eine Woche haltbar, lässt sich – am besten blanchiert – aber auch gut einfrieren.

Pastinake

Die Pastinake war einst sehr populär und galt als Grundnahrungsmittel in Deutschland. Sie wurde dann von der Kartoffel und der Möhre verdrängt, feiert nun aber ein Comeback.

Zumindest alle Eltern unter Euch kennen sie sicherlich, denn mit ihr wird gerne in die Beikost eingestiegen, da sie nur selten Allergien auslöst und sehr bekömmlich ist. Aber auch den Großen schmeckt die Pastinake als Püree! Daneben lässt sie sich ganz vielseitig einsetzen: Sie kann gekocht, gebraten oder roh als Beilage, als Suppe, in Salaten oder als Rohkost gegessen werden. Auch Chips oder Pastinaken-Pommes lassen sich damit zubereiten.

Pastinaken werden von Oktober bis April geerntet und sind unempfindlich gegenüber Frost. Optisch ähnelt das Wintergemüse der Petersilienwurzel, geschmacklich der Karotte.

Neben Kalium (wichtig für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt) und B-Vitaminen enthält die Pastinake Vitamin C. Durch ihren hohen Anteil an Kohlehydraten sättigt sie gut – und das bei nur 58 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Auch Pastinaken werden am besten im Kühlschrank aufbewahrt und kühl und trocken einige Wochen gelagert. Klein geschnitten und blanchiert könnt Ihr Sie auch einfrieren.

Was ist Euer liebstes Wintergemüse oder eure Top Schlankmacher? Verratet uns gerne, was Euch fit und schlank durch die kalte Jahreszeit bringt!

Über den Autor Nina

Nina lebt in der Nähe von Aschaffenburg, ist verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. Neben ihrer Familie ist Backen ihre große Leidenschaft. Insbesondere Cupcakes haben es ihr angetan, aber auch Kuchen, Torten oder Herzhaftes kommen regelmäßig aus ihrem Ofen. Gekocht wird bei ihr natürlich auch – gerne kreativ und in ungewöhnlichen Kombinationen. Seit 2010 veröffentlicht Nina ihre Rezepte auf „Ninas kleinem Food-Blog“.
Autor Profil ansehen

Kommentar hinterlassen


Loading
* Pflichtfelder